Vorhofflimmern - Hausarzt Praxis Buerstedde

Krankheitsbild  und Beschwerden

Vorhofflimmern ist eine Rhythmusstörung des Herzen, bei der der normale Herzrhythmus durch sehr schnelle Erregungen des Vorhofs (Flimmern) und unregelmäßig übergeleitete Kammererregungen ersetzt wird. Zu den Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Herzschwäche, die koronare Herzkrankheit sowie Hyperthyreose. Vorhofflimmern kann sich mit normalen Rhythmus abwechseln oder permanent vorliegen.

Die Krankheit führt zu unterschiedlichen Beschwerden. Während manche Patienten überhaupt nichts bemerken, nehmen andere den unregelmäßiger Herzschlag als Herzklopfen oder Herzstolpern wahr. 

Eine besondere Situation liegt vor, wenn die hochfrequente Überleitung von Vorhoferregungen eine schnellen Folge von Kammerkontraktionen auslöst. Falls sich die Herzkammern in der kurzen Ruhephase nicht mehr ausreichend füllen, kann die verminderte Pumpleistung des Herzen zu Kreislaufschwäche führen. Ein plötzliches Gefühl von Herzrasen kombiniert mit Schwindel und Luftnot sollte daher notfallmäßig abgeklärt und behandelt werden. Da Vorhofflimmern die Blutströmung im linken Vorhof beeinträchtigt, können sich Blutgerinnsel bilden, die eventuell mit dem Blutstrom in die Gehirnarterien ausgeschwemmt werden. Im ungünstigsten Fall kann sich so Vorhofflimmern durch einen Schlaganfall bemerkbar machen.

Diagnose

Oft stellt sich der Verdacht auf Vorhofflimmern, wenn der Hausarzt oder der Patient selbst einen unregelmäßigen Puls tastet. Die Diagnose sollte jedoch durch eine Analyse der Herzerregungen im EKG

bestätigt werden, bei der das Fehlen von regelmäßigen Vorhoferregungen und unregelmäßige Kammererregungen auffallen. Im Falle eines nur zeitweise auftretenden, sogenannten paroxysmalen Vorhofflimmern kann versucht werden, die Episoden mittels eines 24 Stunden Langzeit-EKGs nachzuweisen. Der Nachweis ist wichtig, da auch zeitweises Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko erhöht und daher in vielen Fällen durch Blutverdünnung behandelt werden sollte.

Behandlung

Bei Patienten mit neu aufgetretenen Vorhofflimmern  kann versucht werden, den normalen Rhythmus durch Elektroschock wieder herzustellen. Es gibt auch Operationen und Medikamente, die das Wiederauftreten von Vorhofflimmern verhindern können. 

In vielen Fällen lässt sich jedoch der normale Rhythmus langfristig nicht wiederherstellen und man muss sich damit begnügen, eine zu schnelle Kammerfrequenz zu vermeiden. Erste Wahl dafür sind Medikamente aus der Klasse der ß-Blocker, die eine zu häufige Überleitung von Erregungen aus den Vorhof in die Herzkammer abblocken.

Wichtig ist auch die Gefahr für Schlaganfälle ab zu schätzen. Während man bei Patienten unter 65 Jahren ohne weitere Risikofaktoren eventuell ohne Blutverdünnung auskommt, würde man bei älteren Patienten oder bei Vorliegen von Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche, Diabetes mellitus und schon aufgetretene Schlaganfälle eine Blutverdünnung empfehlen. Dafür kommen entweder Marcumar oder Neue Orale Antikoagulantien (NOAK) in Frage.

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