Coronavirus Impfung - Hausarzt Praxis Buerstedde

Herausforderung  der COVID19 Pandemie

Seit Auftreten erster Krankheitsfälle in China im Dezember 2019, hat sich der vorher nicht bekannte COVID-19 Virus in kurzer Zeit in der ganzen Welt ausgebreitet. Viele Infektionen verlaufen milde, doch insbesondere bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen können schwere, lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Abhängig von den Infektionszahlen pro Einwohnern hat dies selbst in wohlhabenden Ländern wie Deutschland zu einer starken Belastung des Gesundheitssystems und einer erhöhten Sterblichkeit geführt.

Die Ausbreitung des Virus lässt sich durch Tragen von Masken, die Schließung von Geschäften, Gastronomie und Schulen sowie die schnelle Testung und Quarantäne von infizierten Patienten und deren Kontaktpersonen zurück drängen. Diese Maßnahmen schränken jedoch die Freiheit der Bürger ein, gefährden die Existenz vieler Berufe und treiben die Staatverschuldung in die Höhe.

Darüber hinaus kommt es nach Lockerung der Restriktionen zeitversetzt wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen. Besorgniserregend ist auch, dass sich seit Ende 2020 in England eine neue COVID-19 Variante ausbreitet, die eine noch höhere Ansteckungsgefahr als der ursprüngliche COVID-19 Virus besitzt.

Das Wettrennen um den Covid-19 Impfstoff

Die Pocken Erkrankung konnte durch Impfungen ausgerottet, andere virale Infektion wie Kinderlähmung oder Masern konnten weitgehend eingedämmt werden.

Daher wurde schon kurz nach dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie intensiv mit der Entwicklung und Austestung von COVID-19 Impfstoffen begonnen. Im Herbst 2020  zeigten Ergebnisse aus gut kontrollierten klinischen Studien, dass einige neuentwickelte Impfstoffe geimpfte Personen erfolgreich und sicher vor einer COVID-19 Infektion schützen.

Zulassung von Biontech/Pfizer und Moderna Impfstoffen

Der Impfstoff BNT162b2 von der Firma Biontech/Pfizer wurde Ende Dezember 2020 in Europa zugelassen, der Impfstoff mRNA-1273 von Moderna wird aller Voraussicht im Januar 2021 zugelassen werden.

Beide Impfstoffe basieren darauf, das im Impfstoff verpackte Ribonukleinsäure-Sequenzen die Produktion von Oberflächenproteinen des COVID-19 Viren anregen und nachfolgend im Körper des Geimpften eine Immunantwort auslösen. Die Impfungen beruhen somit nicht auf der Übertragung von lebenden Organismen und können selbst in Personen mit geschwächten Immunsystem keine gefährliche Infektion hervorrufen.

Lauf Studienergebnissen verhindern beide Impfstoffe über 90% von COVID-19 Infektionen mit Beschwerden und zeigen nach dem aktuelle Stand nur harmlose Nebenwirkungen. Die wenigen Geimpften mit klinisch erkennbaren COVID-19 Infektionen zeigten nur einen milden Verlauf.

Während derBNT162b2 Impfstoff nur bis 5 Tagen im Kühlschrank gelagert werden kann, kann der mRNA-1273 Impfstoff bis zu 30 Tagen vor der Impfung im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Organisation der aktuellen COVID-19 Impfungen in Deutschland

Ende Dezember 2020 ist in Deutschland die Impfkampagne mit BNT162b2 Impfungen gestartet worden. Da organisatorische Probleme in der Lagerung und Verteilung des Impfstoffes befürchtet wurden, und zunächst nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, wurden von den Bundesländern neue, auf die COVID 19 Impfung spezialisierte Impfzentren und daran angeschlossene mobile Impfteams geschaffen. Von diesen sollen an ersten Stelle hochbetagte, in Pflegeheimen lebende Patienten und das entsprechende Pflegepersonal geimpft werden.

Unklar ist leider immer noch, wie es weiter gehen soll, wenn in den nächsten Wochen größerer Mengen der Impfstoffe zu Verfügung stehen.

Immunität der Gemeinschaft als Ziel

Sobald ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, muss das Ziel sein, alle interessierten Menschen in unserer Gesellschaft so schnell wie möglich zu impfen. Dies hängt damit zusammen, dass ein hoher Anteil von Menschen mit Immunität die Ausbreitung des Virus einschränkt und im günstigsten Fall zum Erliegen bringt. Dieser Effekt wird Herdenimmunität genannt.  Man kann sich dies wie einen Schutzwall von nicht mehr infizierbarer Menschen vorstellen, der verhindert, dass der Virus zu Menschen mit fehlender Immunität vordringt. Jeder Mensch, der durch Impfung Immunität erlangt, schützt daher nicht nur sich selbst sondern auch die Gemeinschaft, in der er lebt.

Hausärzte führen fast alle Impfungen von Erwachsenen in Deutschland durch, sie kennen ihre Patienten, besitzen hohes Vertrauen, und die Praxen sind für die Patienten gut erreichbar. Patienten, die nicht mehr in die Praxis kommen können, könnten per Hausbesuch geimpft werden. Alle diese Gründe sprechen dafür, Hausarztpraxen so schnell wie möglich an der COVID-19 Impfkampagne zu beteiligen. Sicher wird es Praxen geben, die schon jetzt an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit stehen und sich nicht an Massenimpfungen beteiligen können. Dies könnte jedoch durch andere Hausärzte in der Nachbarschaft kompensiert werden, die bereit sind, ihre Kapazitäten hochzufahren und so schnell und viel wie irgend möglich zu impfen. Auch Korona- Abstriche, - zur Zeit fast ausschließlich von Hausärzten durchgeführt -, werden ja nicht in allen Hausarztpraxen durchgeführt, sondern nur in solchen, die die räumlichen und personellen Bedingungen erfüllen können.

Voraussetzung für den Beginn von COVID-19 Impfungen in Hausarztpraxen sind eigentlich nur die Bereitstellung von Impfstoff und die Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen. Jeder Tag zählt, da die Menschen in unseren Land unter der Koronakrankheit, den Freiheitseinschränkungen und der wirtschaftlichen Misere leiden.

Beteiligung von Hausärzten an der Impfkampagne 

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