Coronavirus Infektion - Hausarzt Praxis Buerstedde

Krankheitsbild und Beschwerden

Coronaviren sind Viren mit kronenartigen Spitzen, die in der Vergangenheit bei Menschen in der Regel nur leichte Atemwegsinfekte hervorgerufen haben. In Dezember 2019 ist jedoch in China ein neuer Virus auf den Menschen übergewechselt, der vorher nur Tiere angesteckt hatte.

Dieser COVID-19 genannte Virus erzeugt ähnlich wie der mit ihm verwandte SARS Virus bei der Mehrzahl der infizierten Menschen nur relativ leichte Beschwerden wie Fieber, Husten und allgemeine Müdigkeit. Bei einigen Patienten im höheren Alter oder mit Vorerkrankungen kann eine Infektion jedoch eine lebensgefährlichen Entzündung des Lungengewebes mit Luftnot hervorrufen.

Trotz intensiver Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, die Infektion einzudämmen, und der Virus breitet sich als Pandemie auf der ganzen Welt weiter aus. Auch in Deutschland sind seit Februar 2020 insbesondere in der kälteren Jahreszeit verschiedene Infektionswellen aufgetreten. 

In Laufe der Zeit hat sich COVID-19 durch Mutationen, die nach Buchstaben des griechischen Alphabets benannt wurden, verändert. Die Delta Variante - im Oktober 2020 in Indien entdeckt - unterscheidet sich beispielsweise von der ursprünglichen Alpha Variante durch erhöhte Übertragbarkeit und ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Dem gegenüber ist die im Dezember 2021 in Südafrika entdeckte Omikron Variante

mit vielen neuen Mutationen noch deutlich ansteckender, doch in der Regel verläuft die Krankheit milder. 

Unterbrechung der Infektionskette durch schnelle Diagnose

Entscheidend für das Eindämmen der COVID-19 Virus Epidemie ist die möglichst schnelle Identifizierung und Isolierung von angesteckten Patienten. Da es zur Zeit weder eine Impfung noch wirksame Medikamente gibt, ist dies eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Infektionskette zu durchbrechen und die Ansteckung von weiteren Menschen zu verhindern.

Auch Atemwegsinfekte durch andere Viren können Beschwerden wie Fieber, Husten und Schnupfen verursachen, so dass die Diagnose einer Coronavirus Infektion durch den Nachweis von COVID-19 Viren aus den Atemwegen des Patienten gesichert werden muss. Dazu ist es notwendig, Abstriche der Nase oder des Rachens entweder in einem Schnelltest selbst oder im PCR Test durch ein Labor analysieren zu lassen.

Um zu entscheiden, ob ein Test notwendig ist, ist die Vorgeschichte des Patienten sehr wichtig. Dazu gehören insbesondere die Fragen, welche Beschwerden vorliegen und ob in den letzten 2 Wochen mit einem COVID-19 infizierten Menschen  Kontakt bestanden hat. Nicht nur der Kontakt mit bekannterweise erkrankten Personen, sondern auch der Aufenthalt in Ländern oder Gegenden mit hoher Anzahl von COVID-19 Erkrankten können eine Abklärung mittels Labortest notwendig machen.

Unbedingt telefonisch Hilfe anfordern und NICHT in die Praxis oder Notaufnahme gehen

Da es sich bei einer COVID-19 Erkrankung um eine sehr ansteckende Krankheit handelt, sollte bei entsprechendem Verdacht unverzüglich der Hausarzt oder ein ärztlicher Notdienst telefonisch verständigt werden. Dies hängt damit zusammen, dass eine unangekündigte persönliche Vorstellung des Patienten in Praxis oder Notaufnahme die anderen dort wartenden Patienten oder das medizinische Personal gefährden könnte. 

In Notfallsituationen kann der ärztliche Fahrdienst den Patient zu Hause besuchen, um die Proben für die Untersuchung zu gewinnen und zur schnellstmöglichen Analyse an ein Labor zu schicken. In den meisten anderen Fällen wird der Hausarzt den Patienten bei begründetem Verdacht in ein auf COVID-19 spezialisiertes Testzentrum überweisen. Nach der Probenentnahme wird der Patient in der Regel zu Hause abwarten, bis der Arzt ihn über das Laborergebnis aufklärt und das weitere Vorgehen festlegt.

Vorbeugende Verhinderung von Infektionen

Das Infektionsrisiko des einzelnen Menschen und die weitere Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung kann durch verschiedene Verhaltensregeln gesenkt werden. Da der Virus in der Regel durch das Einatmen von Tröpfchen oder über den direkten Kontakt mit Schleimhäuten in den Körper eindringt, sollte auf räumliche Distanz zu anderen Menschen geachtet werden. Viren werden oft über die Hände von Person zu Person übertragen. Daher lassen sich viele Infektionen durch häufiges Waschen der Hände sowie eine Vermeidung von Hand-Mund und Hand-Nase Kontakt verhindern.

Des weiteren sollten in der aktuellen Situation jegliche Menschenansammlungen sowie öffentlich und private Veranstaltungen vermieden werden. Auch Reisen sollten genau überlegt und im Zweifelsfall abgesagt werden, um das Virus nicht irgendwo aufzuschnappen oder in weitere Gebiete einzuschleppen.

Im Dezember 2020 wurde der erste COVID-19 Impfstoff in Europa zugelassen, und die wahrscheinlich beste Chance die Verbreitung des Virus einzuschränken, besteht darin, möglichst viele Menschen einer Gemeinschaft möglichst schnell durchzuimpfen.