Koronare Herzkrankheit - Hausarzt Praxis Buerstedde

Krankheitsbild  und Beschwerden

Die Koronare-Herz-Krankheit (abgekürzt KHK) beruht auf einer Verengung und Aufrauhung der Herzkranzarterien mit resultierender Verschlechterung der Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfette und an KHK erkrankte, nahe Verwandte. Obwohl in den letzten Jahren große Vorschritte in der Verhinderung und Behandlung gemacht wurden, bleibt die koronare Herzkrankheit eine häufige und gefährliche Krankheit, die zum Herzinfarkt und Herzschwäche führen kann.

Typische Beschwerden ist ein dumpfer Schmerz im mittleren Brustbereich mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Hals oder den Rücken. Es gibt jedoch viele Varianten und Patienten mit untypischen Krankheitszeichen. Beschwerden, die nur bei körperlicher Belastung auftreten und sich in Ruhe zurückbilden, werden Angina pectoris genannt. Falls die Beschwerden auch in Ruhe andauern, könnte dies für ein "Akutes Koronarsyndrom" sprechen, das notfallmäßig abgeklärt werden sollte.

Diagnose

Bei jungen Patienten ohne Risikofaktoren ist die Wahrscheinlichkeit, dass Brustschmerz durch eine koronare Herzkrankheit verursacht wird, sehr gering. Auch die meisten älteren Patienten, die sich in der Hausarztpraxis mit Brustschmerzen vorstellen, leiden nicht an einer koronarer Herzkrankheit.

Bei verdächtigen Beschwerden und/oder Vorliegen von Risikofaktoren können jedoch weitere Untersuchungen notwendig werden. Dazu gehört ein Ruhe- und Belastungs-EKG und gegebenenfalls eine Bestimmung von Herzenzymen im Blut, die bei Schädigung der Herzmuskelzellen freigesetzt würden. Der Goldstandard, um eine koronare Herzerkrankung unzweifelhaft nachzuweisen beziehungsweise auszuschließen, ist derzeit immer noch eine Katheteruntersuchung mit direkter Darstellung der Herzkanzarterien durch Kontrastmittel.

Behandlung

Durch rauchfreies Leben, die Behandlung von Bluthochdruck und die Absenkung von erhöhten Blutfetten lässt sich die koronare Herzkrankheit in vielen Fällen verhindern. Ist es jedoch schon zu kritischen, die Blutversorgung des Herzens gefährdenden Gefäßverengungen gekommen, kann versucht werden, diese mit Stents auf zu dehnen oder durch die Anlage von Bypässen zu umschiffen.

Nachfolgend sollten die Anstrengungen wieder aufgenommen werden, ein Fortschreiten der Krankheit durch gesundes Leben und besondere Medikamenten zu verhindern. Hierzu gehört zum einen eine medikamentöse Blutverdünnung, da die Gefahr besteht, dass Blutgerinsel aufgeraute Gefäße, Stents oder Bypässe verschließen. Zum zweiten sollte der Herzmuskel durch bestimmte blutdrucksenkende Medikation vor Schäden geschützt werden. Schließlich ist es besonders wichtig, die Blutfette durch die Einnahme von Statinen ausreichend abzusenken. Große Studien haben bewiesen, dass diese Maßnahmen langfristig die Lebensqualität und die Lebenserwartung vieler Patienten verbessert. Hierzu kann der Hausarzt bei Diabestes Typ 2 auch im Rahmen der DMP-Initiative beitragen.

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