Eisenmangel - Hausarzt Praxis Buerstedde

Krankheitsbild und Beschwerden

Die Erkennung und Behandlung des Eisenmangels gehört zu den wichtigen Aufgaben des Hausarztes. Eisen wird vor allem für die Bildung von rotem Blutfarbstoff benötigt, mit dessen Hilfe der Sauerstoff in unserem Körper transportiert wird. Ein Eisenmangel führt zu einer besonderen Form von Blutarmut, bei der die Zahl und die Größe der roten Blutkörperchen sowie ihr Gehalt an rotem Blutfarbstoff reduziert ist. Die Blutarmut kann sich durch blasse Haut und Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerz, Kurzatmigkeit und Haarausfall zeigen. Die häufigsten Ursachen für Eisenmangel sind Blutverluste durch Regelblutung, größere Operationen oder Darmblutungen. Auch unzureichende Eisenzufuhr wie beispielsweise bei veganer Ernährung oder geringe Eisenaufnahme infolge von Darmerkrankungen spielen eine Rolle.

Diagnose

Die Diagnose wird durch die Bestimmung des Blutbilds sowie des Eisenspeicherstoffes Ferritin und der Transferrinsättigung im Serum gesichert.

Wichtig ist insbesondere bei Männern und Frauen nach der Menopause, die Ursache für den Eisenmangel abzuklären. Ein Eisenmangel aufgrund von Sickerblutungen im Magen-Darm-Trakt könnte zum Beispiel ein Hinweis für eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung sein.

Behandlung

Falls möglich, sollte die Ursache von Blutverlusten beseitigt werden. Da bei Frauen ein Eisenmangel oft durch Regelblutung verursacht wird, kann gegebenenfalls versucht werden, den Blutverlust durch Anti-Kontrazeption zu begrenzen.

Der Eisenmangel selbst kann durch die Einnahme von Eisentabletten behandelt werden. Da sich die Eisenspeicher des Körpers nur langsam füllen, sollten die Tabletten mindestens über mehrere Wochen eingenommen werden.