Besuch eines neuen Arztes - Hausarzt Praxis Buerstedde

Erstes Kennenlernen 

Mit zunehmender Spezialisierung der Medizin wird der Hausarzt relativ häufig Patienten an Fachärzte

überweisen. Viele Patienten suchen auch im Rahmen einer Urlaubsvertretung beziehungsweise eines

Ortswechsel neue Hausärzte auf oder wechseln ihren Hausarzt. Der Patienten wünscht sich in dieser Situation, dass der neue Arzt oder die Ärztin einfühlsam und kompetent ist, und dies ist natürlich für den Behandlungserfolg wichtig.

Aus ärztlicher Sicht ist jedoch auch möglichst genaue Information über die früheren und aktuellen Krankheiten des neuen Patienten von großer Bedeutung. Leider ist das Deutsche Gesundheitssystem dieser Aufgabe zur Zeit organisatorisch und aufgrund von Datenschutzbestimmungen nicht gewachsen. Der Arzt ist also weitgehend auf fremde Mithilfe angewiesen, um die Krankengeschichte eines ihm noch nicht näher bekannten Patienten zu verstehen.

Die Bedeutung der Vorgeschichte

Die Schilderung der durchgemachten Krankheiten und der aktuellen Beschwerden durch den Patienten selbst ist nach wie vor die wichtigste Informationsquelle des Arztes. Dies ist jedoch in der Regel nicht ausreichend, da der Patient beziehungsweise begleitende Angehörige sich oft nicht an Details wie Diagnosen, Medikamente oder schon erfolgte Behandlungsmaßnahmen erinnern. Gelegentlich fehlt auch medizinisches Wissen, oder mangelnde Sprachkenntnisse und kulturelle Unterschiede erschweren die Verständigung.

Bei jungen Patienten kann im Zweifel ohne weitere Information versucht werden, die Diagnose anhand der aktuellen Befragung und Untersuchung zu stellen und mit der Behandlung zu beginnen. Bei vielen älteren Patienten ist jedoch Information von anderen Ärzten extrem hilfreich. Hierzu gehören jegliche Form von Arztbriefen, Befunde und Dokumentation von Diagnosen, Operationen, Allergien, Impfungen und Medikamenten. Ohne diese Hintergrundinformation kann es für den neuen Arzt sehr schwierig sein, die korrekte Diagnose zu stellen und eine erfolgreiche Behandlung durch zu führen. Im schlimmsten Fall wird die Krankheit weiter verschleppt, oder es treten potentiell vermeidbare Komplikationen auf.

Organisatorische Aspekte

Die einfachste Lösung ist, wenn der Patient seine gesammelte medizinische Dokumentation einschließlich, falls vorhanden, Arztbriefen, aktuellen Medikamentenplan und Impfpass zu dem Besuch bei dem neuen Arzt mitbringt. Diese Dokumente können dazu verwendet werden, in der Praxissoftware eine Liste der Diagnosen, der aktuellen Medikamente und der erfolgten Impfungen zu erstellen. Die Dokumente können auch ohne Probleme in die Praxissoftware kopiert werden, so dass der Patient die Originale gleich wieder mitnehmen kann. Falls kein aktueller Medikamentenplan existiert, wäre es auch möglich, dass der Patient alle seine Medikamentenschachteln mitbringt, und anhand dieser ein solcher erstellt wird.

Falls der Patient medizinische Dokumente nicht selbst gesammelt hat, sollte versucht werden, diese bei den behandelnden Ärzten, beziehungsweise dem früheren Hausarzt anzufordern. Aus Datenschutzgründen ist notwendig, dass der Patient auf einem entsprechenden Formular per Unterschrift sein Einverständnis erklärt. In den meisten Fällen können auf diese Weise alle relevanten Diagnosen erfasst und ein aktueller Medikamentenplan und Impfpass erstellt werden. Im weiteren Verlauf würde der Hausarzt, falls der Patient auf seine Überweisung hin einen Facharzt aufsucht, vom Facharzt über die neuen Diagnosen und den Behandlungsplan informiert werden. Damit wäre die Hausarztpraxis immer auf dem letzten Stand und könnte die relevante Information bei Bedarf mit Einverständnis des Patienten anderen Ärzten zur Verfügung stellen.

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Hausarzt Praxis Buerstedde

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Öffnungszeiten

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Mittwoch und Freitag                     9:00 - 12:00