Unterer Harnwegsinfekt - Hausarzt Praxis Buerstedde

Krankheitsbild und Beschwerden

Ein Infekt der Harnblase und der Harnröhre wird als unterer Harnwegsinfekt bezeichnet. Im gewöhnlichen Sprachgebrauch wird die Krankheit, die zu häufigen Besuchen beim Hausarzt führt, auch Blasenentzündung oder Blasenkatarrh genannt. Der Infekt wird meistens durch Darmbakterien hervorgerufen, die von außen durch die Harnröhre in die Harnblase aufsteigen. Aufgrund der in Vergleich längeren Harnröhre kommen Harnwegsinfekte nur selten bei Männern vor.

Die Entzündung der Harnröhren- und Harnblasenschleimhaut führt zu Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang und gelegentlich Unterleibschmerzen. Manche Patienten bemerken auch eine Rotfärbung des Urins aufgrund einer Blutung der Blasenschleimhaut oder sonstige Veränderungen der Urinfarbe oder des Uringeruchs durch die Bakterienbesiedlung.

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel aufgrund der typischen Beschwerden gestellt.

Unterstützend kann der Urin im sogenannten Streifentest auf das Vorhandensein von weißen und roten Blutkörperchen getestet werden. Eine seltene ernste Komplikation der unteren Harnwegsinfektion ist ein Vordringen der Bakterien aus der Blase in das Nierenbecken. Bei Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung  sollten die für den Infekt verantwortlichen Bakterien und ihre Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika mittels Urinkultur bestimmt werden.

Behandlung

Im frühen Stadium kann versucht werden, den Infekt durch Hausmittel und viel Trinken abzuwehren.

Falls dies nicht gelingt, gibt es verschiedene Antibiotika mit guten Erfolgsaussichten und wenig Nebenwirkungen. Wenn sich die Beschwerden nach Antibiotika Einnahme zurückbilden, sind weitere Kontrollen nicht notwendig. Ein Misserfolg der Behandlung kann jedoch durch Resistenz der Bakterien gegen das Antibiotikum bedingt sein. Dann ist insbesondere bei Auftreten von Flankenschmerz oder Fieber eine Wiedervorstellung beim Hausarzt notwendig.